Welche Verarbeitungsunterschiede gibt es bei Perücken?

Perücken können ganz unterschiedlich verarbeitet sein.

Das Grundgerüst einer jeden Perücke bildet die sog. Montur – der Unterbau des Zweithaars. Je nach Art der Verarbeitung werden für Perücken verschiedene Unterbauten gefertigt.

Tressen-Perücken

Eine Tresse ist ein Baumwollband, auf dem das Haar maschinell aufgenäht wird. Eine Tressen-Perücke besteht aus vielen aneinander gefügten Tressen. Diese verfügen über eine gute Luftzirkulation und sind günstiger im Preisaufwand.

Für den medizinischen Bereich sind diese Perücken in der Regel nicht geeignet und entsprechen auch nicht den heutigen Standards. Bei empfindlicher Kopfhaut kann es zu Juckreiz kommen.

Teil-Monofilament-Perücken

Monofilament ist ein hauchdünn gefertigter Stoff, der die Kopfhaut prima imitiert, da er die eigene durchscheinen lässt. Das Monofilament wird an der Stelle in die Perücke eingearbeitet, wo ein Wirbel oder ein Scheitel imitiert werden soll. Das Monofilament trägt sich luftig und leicht und besitzt eine gute Passform. Die Haare auf dem Monofilament werden meist handgeknüpft und verleihen der Perücke ein besonders natürliches Aussehen. Je nach dem wo das Monofilament eingesetzt wurde unterscheidet man in Teil-Wirbel- Monofilament oder Teil-Scheitel-Monofilament. Auch die Einarbeitung von mehreren Monofilamenten in eine Perücke ist möglich und wird oft verwendet.

Monofilament-Tressen-Perücken

Im Gegensatz zur Teil-Monofilament-Perücke wird bei der Monofilament-Tressen-Perücke mehr von dem hautimitierenden Stoff verarbeitet. An den Seiten verwendet man oft die maschinell hergestellten Tressen und im oberen Kopfbereich komplett das feine Monofilament.

Monofilament-Filmansatz

Bei der Kombination von Monofilament mit Filmansatz besteht der große Vorteil, dass Sie die Haare aus dem Gesicht tragen können. Der Filmansatz ist ein feiner Tüllstoff am Haaransatz der Perücke, der besonders leicht geknüpft ist und dem natürlichen Haaransatz nachempfunden wurde.

Monofilament-Handgeknüpft

Wie bei der Monofilament-Tressen-Perücke wird im oberen Kopf-Bereich der Perücke das Monofilament eingearbeitet. An den Seiten und im Nacken ist eine handgefertigte Montur (Gerüst der Perücke) verarbeitet, sie besteht aus feinem Tüllstoff, auf welchem die Haare einzeln geknüpft sind.

Handgeknüpfte Perücken

Bei handgeknüpften Perücken werden die Haare einzeln durch einen feinen Tüll-Stoff gezogen und verknotet. Beim Tragen ist dieses durch die darüber fallenden Haare nicht zu sehen. Diese Verarbeitungsart macht die Perücke leicht und lässt die Kopfhaut auf natürliche Weise durchscheinen. Auch die Luftdurchlässigkeit bleibt bei der handgeknüpften Perücke gut erhalten.